228: Die Kaffeemaschine – Variante
Da steht sie vor Eduard, die Kaffeemaschine des Betriebs, zwar ein altmodisches Filterkaffeegerät, keine dieser Senseo-Padaufbrüher, aber ihre Form aus gebürstetem Aluminium gibt ihr ein modernes Erscheinungsbild. Eduard öffnet die Abdeckung des Tanks und gießt das Wasser bis hin zum Strich bei "4" ein. Schnell den Deckel zu und den Filterhalter auf. Er fingert den Filter aus der Pappschachtel, legt ihn in den Halter und gibt 8 Löffel Kaffeepulver hinein.
Röchelnd springt die Maschine an. Heißer Dampf quillt aus dem Schlitz zwischen Filter und Deckel, in dem die Heißwasserleitung ist, als die heißen Tropfen in den Kaffee fallen. Eduard hört den frisch gebrühten Kaffee in die Kanne tropfen. Als Kind hatte er dem zugeschaut, weil die Maschine seiner Eltern eine Glaskanne hatte. Die hier ist eine Thermoskanne aus Metall und Plastik.
Eduard hört dem gluggernden Geräusch der Kaffeemaschine eine Zeit lang zu, schließlich holt er seine Tasse.
Gerade ist der Kaffee durch, frotzelnd spuckt die Maschine die letzten Tropfen Wasser aus, da tritt Gaby Mosbach in die Kaffeeküche. Eduard Stolzenbrecher ist nicht überrascht darüber, denn ihr Kollege hatte es ihm gesagt, sodass er schnell den Kaffee hatte aufsetzen können.
„Möchten Sie einen Kaffee? Er ist frisch.“
Sie sagt nichts sondern lächelt nur beiläufig, während sie ihre Tasse holt.
„Danke.“
Eduard gießt erst ihre dann seine Tasse voll und stellt die Kanne zurück in die Maschine. Gaby nimmt einen Schluck.
„Guten Kaffee machen Sie.“